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Verband der Europäischen Laminatbodenhersteller e.V.

Mahagoni macht Mode - Laminatboden-Branche mit neuen Design-Ideen auf der Interzum

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Zur Interzum 99 präsentierte die Branche der Laminatfußbodenhersteller ein gelungenes Mix an Ideen. Warme, dunkle Farbtöne liegen im Trend - Mahagoni, Kirsche, Erle, teilweise ins Rötliche spielend. Im neuen "Alt-holz-Design" verbinden sie sich zu manchem kontrastreichen, überaus brilliant anmutenden Farbambiente. Das Dekor wirkt wie ein alter Holzboden, gezeichnet durch Schlieren und unterschiedliche Abnutzungseffekte. Behaglichkeit und Eleganz finden sich im stimmungsvollen Wechselspiel der Farben wieder. Zeitlos schön zeigen sich Parkett-Imitate. Dominierend sind Bambus-, 2-Stab-Birken- und -Eichen-Parkett. Und auch Steinreproduktionen sah man auf der Interzum, in hellen wie in dunklen Tönen.

EPLF - Für mehr Qualität

Ansprechendes Design verbunden mit hoher Strapazierfähigkeit und langer Lebensdauer machen das Erfolgsrezept des Laminatfußbodens aus. Gerade Markenhersteller sind permanent bestrebt, die Qualitäts- und Nutzungseigenschaften des Laminatfußbodens zu optimieren. Im Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. (EPLF) haben sich führende Markenhersteller aus ganz Europa zusammen geschlossen. Der Verband verfolgt das Ziel, am Markt ein Bewußtsein für die Qualität von Laminatfußboden-Elementen zu schaffen. Mitglied im EPLF können nur Firmen werden, die sich einem hohen Qualitätsstandard verpflichtet haben und über entsprechende Produktionsverfahren verfügen.

Der EPLF war auch Motor der Ausarbeitung der neuen Euro-Norm für Laminatfußböden, die seit August 1998 als europäische Pre-Norm vorliegt und im Herbst 1999 zur Verabschiedung kommt. In der EN 13329 - so der Titel der zukünftigen neuen Norm - werden die Kriterien, die an einen qualitativ hochwertigen Laminatfußboden zu stellen sind, erstmals systematisch aufgelistet. Qualität wird nicht mehr allein durch den Faktor Abriebbeständigkeit definiert, sondern durch eine Vielzahl von Qualitätsanforderungen, wie Stoßbeanspruchung, Flecken-Unempfindlichkeit, Verhalten gegenüber Zigarettenglut, Verschieben von Möbelfüßen, Quellverhalten u.v.m. Damit wird der vielfach zitierten "Olympiade der Abriebzahlen" endgültig ein Ende gesetzt.

Piktogramme schaffen Kaufsicherheit

Auf der Basis der genannten Kriterien definiert die Norm Beanspruchungsklassen, die - veranschaulicht durch leicht verständliche Piktogramme - künftig auf jeder Produktverpackung erscheinen sollen. Für den Verbraucher entsteht dadurch mehr Übersichtlichkeit und Kaufsicherheit. Bei den Beanspruchungsklassen unterteilt man zwischen den Bereichen Wohnen/Gewerblich bei starker, mittlerer und geringer Nutzung. Schlaf- und Gästezimmer z.B. fallen in den Bereich "Wohnen bei geringer Nutzung" (Klasse 21), Wohn- und Eßzimmer in "Wohnen bei mittlerer Nutzung" (Klasse 22), Treppenhäuser und Eingangsflure in "Wohnen bei starker Nutzung" (Klasse 23). Analog dazu erfolgt die Einstufung im Objektbereich.

Aus Sicht des EPLF wird die EN 13329 die Laminatboden-"Welt" grundlegend verändern. "Die Branche verfügt jetzt über einen europaweit gültigen Qualitätsstandard, des es möglich macht, hochwertige von minderwertigen Produkten zu unterscheiden", so der EPLF-Vorsitzende Ulrich Windmöller. Die Notwendigkeit dazu wird nicht zuletzt diktiert von der ständigen Erweiterung des Marktangebots mit der Gefahr auseinanderklaffender Gebrauchseigenschaften unterschiedlicher Produktangebote: Qualitätsware auf der einen und Billigangebote auf der anderen Seite.

Weiteres Wachstum - Steigender Preisdruck

Wie viele Produkte ist auch der Laminatfußboden einem steigenden Preiswettbewerb ausgesetzt. Nach der boomartigen Entwicklung des noch verhältnismäßig jungen Marktes seit Anfang dieses Jahrzehnts treten nun erste Sättigungserscheinungen auf. Als Folge der steigenden Nachfrage entstehen weltweit neue Produktionsanlagen, die Zahl der Produzenten und auch der Handelsstrukturen nimmt zu - mit ihnen der Preisdruck. Windmöller: "Global gesehen gibt es noch Wachstum, aber der Kapazitätsaufbau übertrifft das Marktpotential um ein Vielfaches."

1997 erreichte die Produktion von Laminatfußböden in Europa 100-120 Mio m2 . 1998 liegt das abgesetzte Volumen der europäischen Hersteller Erhebungen des EPLF zufolge bei 120-150 Mio m2. Es gibt Prognosen, nach denen bis zum Jahr 2000 die 200-Mio-Quadratmetermarke überschritten werden könnte. Gleichwohl scheinen in Deutschland (Verbrauch: 35 Mio m2) die Zeiten zweistelliger Wachstumsschübe vorbei. Diesem größten Einzelmarkt folgen aus Sicht der exportstarken EPLF-Mitglieder Österreich, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und die Schweiz. Die Marktabdeckung der EPLF-Mitgliedsfirmen in Europa liegt bei ca. 60-70 Prozent.

Zwischen den Chancen zur Marktausweitung auf internationaler Ebene und zunehmenden Preisdruck durch zusätzliche Produktionskapazitäten in aller Welt müssen die Unternehmen ihren Kurs finden. Differenziertes Marketing wird in Zukunft mehr gefordert sein als je zuvor. Mit der EN 13329 erhält die Branche der Laminatfußbodenhersteller ein Instrument an die Hand, mit dessen Hilfe ihr krisenhafte Entwicklungen wie vor Jahrzehnten in der Teppichbodenbranche hoffentlich erspart bleiben. Insofern sieht der EPLF rundherum die Berechtigung zu weiterem Optimismus - wenngleich in gedämpfter Form.

Kontakt Presse

EPLF®
Verband der Europäischen Laminatbodenhersteller e.V.
Anne-Claude Martin
Pressereferentin
pressateplf [dot] com
Rue Defacqz 52
1050 Ixelles
Tel. +32.(0)2.536.86.74
 

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