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Asociación de Fabricantes Europeos de Suelos Laminados

Europa hat einen neuen Laminatboden-Standard - Euro-Norm EN 13329 am 10. April 2000 offiziell in Kraft getreten

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Der Tag X ist da: Am 10. April 2000 ist die neue Euro-Norm für Laminatfußböden EN 13329 offiziell in Kraft getreten. Alle beteiligten Länder haben 'Ja' gesagt. Damit hat Europa jetzt erstmals einen verbindlichen Standard für Laminatfußböden. Lang hat es gedauert, bis auch die letzte Einspruchfrist abgelaufen war, über das Ergebnis jedoch können alle Beteiligten - Industrie, Handel, Bodenverleger und Verbraucher - mehr als zufrieden sein. Mit einer Vielzahl von Detailregelungen setzt das neue Regelwerk hohe Qualitätsmaßstäbe und schafft so die Grundlage für mehr Markttransparenz. "Die EN 13329 wird sich innerhalb kurzer Zeit als Ordnungsinstrument am Markt durchsetzen," so der EPLF-Vorsitzende Ulrich Windmöller. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt seien in der Praxis erste Erfolge feststellbar.

Der EPLF, der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V., war Motor der Ausarbeitung der neuen Euro-Norm für Laminatfußböden. Im EPLF sind die führenden Laminatboden-Produzenten Europas zusammengeschlossen. Seit der Gründung des Verbandes im Jahr 1994 hat man sich für die Entwicklung eines europaweit gültigen Standards für Laminatfußböden eingesetzt. Vorläufer der EN 13329 war die französische Laminatbodennorm NFB 54020, die 1994 von mehreren Produzenten in Zusammenarbeit mit dem CTBA (Centre Technique du Bois et de L´ameublement/Paris) auf den Weg gebracht wurde und 1996 in Kraft getreten ist. Parallel dazu begann die Arbeit an der Euro-Norm. Ende '94 wurde der Antrag beim CEN (Commission Européenne de Normalisation) in Brüssel eingereicht, Ende '95 wurden in den beteiligten europäischen Ländern die ersten Spiegelausschüsse eingerichtet. Mitgewirkt haben Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Portugal und Schweden. Etwa zehn Meetings waren erforderlich, um die Arbeit aller europäischen Ausschüsse zu harmonisieren, sprich einen einheitlichen technischen Standard zu entwickeln. Im November 1998 schließlich war das wichtigste Ziel erreicht: Mit dem Erscheinen der Pre-Norm prEN 13329 gab es erstmals in der Geschichte der Branche einen einheitlichen technischen Standard für Laminatfußböden. Was in der restlichen Zeit bis zur offiziellen Verabschiedung noch folgte, waren die französische und deutsche Übersetzung mit den daraus resultierenden, sprachlichen Details.

Qualität ist mehr als "Abrieb"
In der neuen Euro-Norm werden die Anforderungen, die an einen qualitativ hochwertigen Laminatfußboden zu stellen sind, und die dazugehörigen Prüfverfahren erstmals systematisch und vollständig aufgelistet. Der wichtigste Punkt dabei ist, daß Produktqualität nicht mehr allein durch den Faktor Abriebbeständigkeit definiert wird, sondern durch eine Vielzahl von Qualitätsanforderungen. Lichtechtheit, Stuhlrollenfestigkeit und Kantengradheit z.B. werden ebenso zum Thema wie Fleckenunempfindlichkeit, Verhalten gegenüber Zigarettenglut u.v.m. Brandneu im Anforderungsspektrum der Norm sind die sogenannten Beanspruchungsklassen. Man unterscheidet zwischen dem Wohn- und Objektbereich bei starker, mittlerer und mäßiger Beanspruchung. Leicht verständliche Piktogramme, mit denen künftig jedes Produkt gekennzeichnet werden soll, veranschaulichen diese Klassen.

Die Akzeptanz der Norm am Markt gestaltet sich aus Sicht des Obmanns des Marketing-Ausschusses, Ralf Eisermann (akzenta Paneele + Profile GmbH) "reibungsloser, als ursprünglich erwartet." Offensichtlich scheint vor allem auch der Handel dankbar zu sein, endlich eine saubere Klassifizierungsmöglichkeit zu besitzen und hat bereits vor Inkrafttreten der Norm weitgehend auf normgerechte Produktbezeichnungen umgeschwenkt. Dazu EPLF-Geschäftsführer Peter H. Meyer: "Wir sind froh, daß der Handel europaweit die neue Nomenklatur annimmt. Auf keinen Fall wollen wir künftig zum 'Abmahnverein' werden. Wenn notwendig, zeigen wir trotzdem die Zähne. Massive Entgleisungen in der Werbung und Etikettenschwindel werden wir verfolgen." Die rechtliche Grundlage dafür bietet die DIN EN 13329, die im Dezember 2000 ein halbes Jahr nach Veröffentlichung der Euro-Norm automatisch in Kraft tritt.

"ISO-Standard": Das Projekt der Zukunft

Wohin geht der Weg? Mit der EN 13329 haben die europäischen Markenhersteller eine gemeinsame Plattform gefunden, einen Standard, in dem Qualität eindeutig definiert wird, ein Ordnungsinstrument, das negativen Qualitätsauswüchsen den Riegel vorschieben soll. Aber wie geht´s weiter? Was passiert in China, in den USA oder beispielsweise in den osteuropäischen Ländern? Mehr als die Hälfte der europäischen Laminatbodenproduktion geht in den Export. Vor diesem Hintergrund stellt sich aktuell die Frage nach einem ISO-Standard für Laminatfußböden. Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits getan. Der Antrag bei der International Standardisation Organisation (ISO) in Genf ist gestellt und vor wenigen Wochen wurde in London das erste Sekretariat beim British Standard Institute (BSI) eingerichtet. Dieses Gremium wird in Kürze die Arbeit aufnehmen.

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Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V.
Anne-Claude Martin
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